Restauration einer D20 Wilesco (R) Dampfmaschine

 

 

Die Maschine wurde für  60 Euro von einem Arbeitskollegen erworben. Für die Restauration wurden insgesamt 90 Euro an Farbe und Ersatzteile ausgegeben. Die Einheit musste komplett zerlegt werden. Die schiebergesteuerte Maschine lief auf Anhieb mit Pressluft zur vollsten Zufriedenheit.

Die Bodenplatte, das Aggregat, wiederum dessen Bodenplatte, die beiden Leitern und das Schwungrad mussten komplett abgebeizt und neu lackiert werden. Beim Kesselhaus musste innen und nichts lackiert werden, es war in bestem Zustand erhalten.

Im Anhang sind  Fotos vor und nach der Aufarbeitung zu sehen. 

 

 

Die Maschine  im Anlieferungszustand

 

 

Perspektive vor der Aufarbeitung

 

 

Weitere Perspektive vor der Aufarbeitung

 

 

Weitere Perspektive vor der Aufarbeitung

 

 

Die Bodenplatte nach dem Entrosten.

 

 

Das Aggregat 

 

 

Das Kesselhaus war in einem guten Zustand. Es wurde lediglich die hintere Trennwand aufpoliert.

 

 

Das Kesselhaus mir abgenommenen Kessel von oben.

 

 

Die Bodenplatte hatte einige Überraschungen mit unterwandertem Rost parat.

 

 

Die durch Rostfraß entstandenen Vertiefungen wurden mit 2K-Spachtelmasse, welche im Kfz-Handwerk verwendet wird, wieder ausgespachtelt und verschliffen. 

 

 

Die Bodenplatte wurde grundiert und von innen und außen mit RAL 5007 lackiert. Leider gibt es bei der Firma Wilesco (R) nicht den Originallack zu kaufen.

 

 

Erste Stellproben zur Bestimmung der Farbharmonie.

 

 

 

 

 

Das überarbeitete Aggregat. Er war nicht möglich, die rote Kacheln so wieder hinzubekommen, wie im Original. Nach 5 Lackierversuchen entschloss ich mich auf die roten Kacheln zu verzichten. Siehe D10 von Wilesco (R), hier sind die Kacheln ebenso nicht rot unterlegt. 

 

 

Die Maschine kurz vor der Endmontage.

 

 

Detailaufnahme vom Aggregat

 

 

Der neue Manometer und die neue Dampfpfeife.

 

 

Eine weitere Detailaufnahme vom Aggregat

 

 

Die fertige Maschine. 

 
Fazit:

Um offen zu sprechen, rentiert von der Kostenseite hat sich die ganze Sache nicht. Die Maschine ist nicht mehr in den farblichen Originalzustand mit meinen Möglichkeiten wieder herstellbar. Ich kann keine freie Handlinie zeichnen. Ebenso ist es mit Hausmitteln unmöglich, Teilbereiche so zu maskieren, dass der kontrastreiche Lack (rot/Silber) den vorhandenen Farbbereich nicht unterwandert (siehe Aggregat rote Kacheln, welche nun in Silber gehalten sind). Neben der Dampfpfeife musste das Manometer zusätzlich neu beschafft werden. Weil die Maschine in Summe doch einen stimmigen Eindruck macht,  entschloss ich noch den Kessel gegen einen neuen auszutauschen. Der vorhandene Kessel wurde auf einer Auktionsplattform wieder verkauft. 

Aber: 

Es hat in Summe sehr viel Spaß gemacht, diese Maschine wieder zu restaurieren. Gelernt dabei habe ich auch noch den sicheren Umgang mit dem Miniaturgaslötbrenner. Ich finde, die Farbe steht der Maschine recht gut. Sie wirkt aufgeräumter und aufgefrischt.

 

      

 

 (R) Eingetragenes Warenzeichen der Firma Wilesco

 
Fotos und Text: Jürgen Herberger